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30.04.2021, 09:50

Die Entstehung von Sand und Kies

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(PDF, 35 MB)

Die Entstehung von Sand und Kies

Die Entstehung von Sand und Kies – faszinierendes Material mit langer Geschichte

Kies und Sand spielen in unserem zivilisierten Leben eine wichtige, für die meisten von uns vollkommen selbstverständliche Rolle. Wir finden sie in Mörteln, Putzen, im Beton als Gesteinskörnung, auf Wegen, Straßen, Reit- oder Sportplätzen, Beachvolleyballfeldern und in Sandkästen. Zudem kommen sie bei der Reinigung von Abwässern sowie beim Garten- und Landschaftsbau zum Tragen. Riesige Abbaugebiete gibt es in Oberschwaben, am Hochrhein und an der mächtigsten Kieslagerstätte Europas entlang des Oberrheins. Die hier geförderten Materialien eignen sich aufgrund der ausgezeichneten Qualität für Baustoffe aller Art.

Wer die gerundeten Kieselsteine am Flussufer beziehungsweise an einem klaren Bergbach genauer betrachtet, erkennt die faszinierende Vielfalt der Farben und Formen. Neben einfarbig weißen, grauen und schwarzen Steinen finden sich braune, ziegelrote, grüne oder mehrfarbige. Sie beeindrucken durch wellenförmige Marmorierungen, Punktierungen und kristallin glitzernde Einschlüsse. Obwohl sie mitunter wie industriell hergestellt wirken, bezeugt das Aussehen der Kiesel ihre natürliche Entstehung und den langen Weg durch die Erdgeschichte.

Sand und Kies aus harten, frostbeständigen Mineralstoffen der Gebirgsgesteine

Die ersten bekannten Gesteine Gneis und Granit bildeten sich vor etwa 3,5 Milliarden Jahren, als das glutflüssige Magma zur festen Erdkruste erkaltete. Zu den wesentlichen Bestandteilen zählen darin eingeschlossene Elemente wie Silizium, Kalzium, Kalium, Sauerstoff und Aluminium. Tektonische Verschiebungen der Erdplatten und Auffaltungen formten daraus die heutigen Gebirge. Durch die Erosion aufgrund von Regen, Wind, Frost sowie Schnee verwitterte das Gestein und Blöcke brachen von den Felswänden. Der Gesteinsschutt folgte der Schwerkraft nach unten. Die Meeresströmungen transportierten ihn weiter oder eiszeitliche Gletscher und das schmelzende Eis brachten das Geröll in die Täler. Dabei verkleinerten sich die Trümmer zunehmend. In einem andauernden Prozess schwemmten die Schmelzwasser lockere, zerfallene Gesteinsteile fort.
Unter den Eisfeldern sowie an deren Rändern über Millionen von Jahren hinweg entstandene Grund- und Endmoränen schufen die Voraussetzungen für die heutigen Kiesvorkommen. Im Vorfeld der Gletscherzonen beziehungsweise entlang der Flussläufe lagerten darin vorwiegend frostbeständige, harte und mineralstoffreiche Materialien.

Alpine Moränen und Schmelzwasserablagerungen am Oberrhein

Als vor 2,5 Millionen Jahren die wissenschaftlich als glazial bezeichneten Kaltzeiten des Pleistozäns begannen, überfuhren mehrmals Gletscher das Alpenvorland. Sie erreichten unterschiedlich weit im Flachland liegende Gebiete. In der bis vor circa 12.000 Jahren andauernden Kälteperiode wechselten vier größere Glazialzeiten (Riss-, Mindel-, Günz- und Würmeiszeit) mit wärmeren Zwischenperioden ab. Nördlich der Alpen hinterließen sie Hügelketten aus Gesteinsschutt, die sogenannten Endmoränen. Am Gletscherrand kam es durch den Weitertransport in Flüssen und Bächen zu den fluviatilen (fluvius: lateinisch für Fluss) Schmelzwasserablagerungen. Das Rollen des Gesteins über den Grund schliff die Kiesel langsam in die typisch gerundete Form.
Naturgemäß dominieren an den Oberläufen alpiner Zuflüsse des Rheins oder der Donau eher Steinblöcke und grober Schotter. An den Mittel- und Unterläufen der Gewässer treffen wir vorrangig auf Sande sowie feinere Kiese.

Lagerstätten für Sand und Kies am Oberrhein

Sand- oder Kiesbänke bilden sich in Abhängigkeit der jeweils vorhandenen Sedimente, der Fließgeschwindigkeit und der Gestalt des Flusses. Entlang der Läufe entmischen sich die Gesteinsformationen nach Größe und Gewicht. Ein bogiger Verlauf und Untiefen mit Flussinseln fördern Ablagerungen an den strömungsabgewandten Ufern. In landschaftlich offenen Flusstälern kommt es in Folge von regelmäßigem Hochwasser zu großflächigen Umlagerungen. So formte die Natur über die Jahrtausende hinweg kilometerlange und -breite Kiesfelder, wie wir sie zwischen Basel und Mainz am Oberrhein vorfinden. In den Lagerstätten zeigen sich die meist gut sichtbaren charakteristischen Schichten der Sedimentgesteine. Schneller fließende Gewässer formten wannenartig gebogene Unterseiten, während ruhigeres Wasser zu eher geraden Schichtunterseiten führte. Mitunter erschließen die Abbaugebiete eine zum Staunen anregende Welt. Forscher und die Beschäftigten in Kiesgruben oder Baggerseen stoßen immer wieder auf Überreste urtümlicher Lebewesen. Fundstücke wie Zähne und Knochen von Mammuts sowie Geweihe von Hirschen bezeugen die Existenz eiszeitlicher Tiere in unserer Region.

Kies und Sand für höchste Ansprüche

 Aus erdgeschichtlicher Sicht stammen die hiesigen Kies- und Sandlagerstätten aus der jüngsten Vergangenheit. Im Lauf der vergleichsweise kurz zurückliegenden Jahrtausende entstand ein äußerst widerstandsfähiges Lockergestein. Dabei halten Sand und Kies vom Oberrhein höchsten mechanischen, physikalischen oder chemischen Beanspruchungen stand. Ihre hervorragenden Eigenschaften gelten als Voraussetzung für zahlreiche langlebige Bau- und Zusatzstoffe. Die dafür verwendeten Materialien aus Kies und Sand unterliegen strengen Kontrollen durch ein zertifiziertes System zur Qualitätssicherung. Uhl stellt sich ihrer Verantwortung zudem durch freiwillige Untersuchungen. Prüflabore sowie unabhängige Gutachter von der Fachhochschule Konstanz, öffentliche Prüfstelle für Baustoffe und Geotechnik, gewährleisten die erstklassige Güte. So stellen wir das Einhalten aller Normen für die Sand- und Kiesqualitäten im Beton- oder Straßenbau sicher.

 In unseren Werken gewinnen wir hochwertige Sande in jeder Korngröße von null bis zwei Millimetern. Durch ihre unterschiedlichen Sortierungen lassen sie sich universell einsetzen und vielseitig verwenden. Runder oder in Brechanlagen scharfkantig hergestellter Kies deckt ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten in der Bauwirtschaft ab. Er definiert sich ab einer Korngröße von zwei Millimetern bis hin zum Grobkies mit bis zu 63 Millimeter Durchmesser. Unsere Fachleute informieren Sie gerne zu den weiteren Details und beantworten jederzeit alle Ihre Fragen.