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09.10.2018, 14:53

chef und chefchen

Aufbereitungsmechaniker in einem Kieswerk, von diesem Job haben viele noch nie gehört.

Damit sich das ändert, hat der Chef der Offenburger Agentur für Arbeit dort persönlich ein Praktikum gemacht.

Schlips weg, Helm auf. Heute schlüpft der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenburg in eine ganz neue Rolle:
Er arbeitet einen Tag als Aufbereitungsmechaniker im Kieswerk Friesenheim mit. Sein Arbeitsoutfit heute sind Sicherheitshelm,
Sixpack-T-Shirt und Stahlkappenschuhe. Einen Vormittag lang ist Horst Sahrbacher Praktikant im Kieswerk
Friesenheim. „Das Berufsbild Aufbereitungsmechaniker haben viele Jugendliche nicht auf dem Schirm.
Dabei ist dieses Handwerk so vielfältig, spannend und modern“, sagt Sahrbacher.
Jungen Menschen aufzeigen, was sie von ihrem Arbeitsleben erwarten können –
da ist Sahrbacher bei Uhl genau richtig. Denn statt einer dunklen Werkstatt liegt den Azubis hier der perfekte Spielplatz zu Füßen.
Vom Kieswerk geht es erst einmal mit dem Auto zum See. Dort ist schließlich das Herzstück der Anlage: der Schwimmbagger.
Eine große Arbeitsplattform mitten auf dem idyllischen Baggersee, die es auf schmalen, grünen Metallgittern zu erreichen gilt.


IMMER DEM FÖRDERBAND NACH
Sicheren Schrittes geht Marcel Brommer voran. Der stellvertretende technische Leiter von Uhl kennt die Wege auf
dem Kieswerk-Gelände in und auswendig. „Etwa 200 bis 220 Meter lang ist das Förderband – allein auf der schwimmenden Anlage“,
erklärt der Aufbereitungsmechaniker auf dem Laufsteg und zeigt rechter Hand auf die vorbeiruckelnden Steine auf dem Förderband.
Still ruht der See? Nach ein paar Metern schon nicht mehr.
Einmal noch um die Kurve, Treppen hoch und es wird laut – und nass.
Der Tiefgreifer rauscht kraftvoll aus dem See empor, das Wasser schwappt dabei durch die Zähne der Baggerschaufel.
Vom Motor getrieben, schwenkt der Tiefgreifer über das schwere Gitter und öffnet sich wie ein großes Maul.
Steine, Sand und Schlamm landen auf dem Förderband und ihre Reise beginnt.


ELEKTRIKER UND MEHR
In der Steuerkabine, auf Augenhöhe der Maschine, erklärt Brommer seinem Praktikanten die Anlage.
Sahrbacher ist schnell klar: „Dieser Beruf hat nichts mit Schaufeln von Hand zu tun.
Die Azubis müssen hier technisches Knowhow haben, die elektrischen Anlagen steuern,
Fehler beheben und sich mit dem Schaltschrank auskennen.“
Um das zu unterfüttern, schaltet Brommer die Maschine spontan auf manuell um.
Der Praktikant darf ran. Beeindruckt lenkt Sahrbacher den Hebel und lässt den gewaltigen Tiefgreifern den See abtauchen.
Seine Augen strahlen. 50 Meter tief, dann greift die acht Kubikmeter fassende Schaufel zu und kommt zurück an die Oberfläche.
Weiter aufwärts, in 20 Metern Höhe, gewährt der Aufbereitungsmechaniker einen Einblick in den Motorenraum des
Tiefgreifers, der an schweren Stahlseilen hängt. „Man muss wissen, wie der Motor und die Maschinen hier funktionieren.
Hilfsarbeiter finden wir viele, wir brauchen aber auch Facharbeiter“, betont er.
Auch in Sachen Digitalisierung, die längst Einzug in das Handwerk erhalten hat.
Brommer zückt sein Handy und ruft die Kameras des gesamten Kieswerks auf seinem Display auf.
So erhält er alle Informationen über die Prozessabläufe. „In diesem Job kommt es nicht nur auf Muskelkraft,
sondern auch auf IT und Verfahrensmechanik an“, resümiert Sahrbacher anerkennend seine Eindrücke.
Stolz begutachtet der Praktikant für einen Tag seine selbst gegriffenen Steine, als er sich am Förderband entlang auf den Rückweg macht.

DER BERUF IST MODERN UND VIELFÄLTIG
Hoch hinaus geht es wieder im Kies- und Betonwerk, wo die vom See beförderten Steine landen.
„Alle Steine über 45 Millimeter werden hier gebrochen und zu Splitt verarbeitet“, brüllt Brommer durch das grollende Getöse im Werk.
Wie die Maschinen funktionieren, lernen angehende Aufbereitungsmechaniker im Ausbildungsteil Elektropneumatik, fügt der Fachmann hinzu.
In der Schaltzentrale erklärt ein Mitarbeiter die Monitore, die verschiedene Beton Mischungen anzeigen.
„Wir haben ein eigenes Labor für Betonproben“, so Brommer. „Die Azubis gehen bei uns alle Stationen in ihrer dreijährigen Ausbildung durch.
Vom Elektriker übers Labor bis zum Kies- und Betonwerk.“ Die Zukunftsperspektiven für Aufbereitungsmechaniker sind sehr gut.
„Wer bei uns seine Ausbildung abschließt, hat beste Chancen, übernommen zu werden“, sagt Geschäftsführer Florian Buchta.
„Wir legen schon in der Ausbildung großen Wert darauf, dass die Menschen sich bei uns wohlfühlen, und wer gut zu uns passt, den lassen wir,
wenn irgendwie möglich, auch nicht wieder gehen.“ Gegen Mittag ist der Rundgang beendet. Helm ab, Hand aufs Herz.
Wie hat Ihnen Ihr Praktikum gefallen, hat Sie etwas überrascht, Herr Sahrbacher?
„Ich habe mich natürlich vorbereitet und mit dem Beruf auseinandergesetzt. Doch die vielen technischen Inhalte habe ich mir nicht vorstellen können. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt. Toll! Als Aufbereitungsmechaniker bei Uhl erwartet die Jugendlichen ein Beruf,
der mit Sicherheit großen Spaß macht.“