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28.01.2019, 14:44

Ein Job mit Hochspannung

uhls - Ausgabe 2019

(PDF, 13 MB)

Robin Kusterer hat seinen Traumjob gefunden: Elektroniker für Betriebstechnik bei Uhl. Wir dürfen den Azubi mal begleiten

Es ist Dienstagmorgen, kurz vor sieben. Und damit eigentlich noch ein bisschen zu früh für Robin Kusterer. „Gefühlt sogar viel zu früh“,
lächelt er leicht verschlafen. Der 19-Jährige schnappt sich erstmal einen Kaffee und geht dann die Liste mit den anstehenden Aufgaben
des heutigen Tages durch: In der Plattenanlage läuft es nicht ganz rund. Den Fehler hat die Abteilung schon gefunden,
jetzt muss noch ein Bauteil ausgetauscht werden. Und im Werk Niederschopfheim will er heute noch an der Siebmaschine den Motor überprüfen,
der seit einiger Zeit immer mal wieder Aussetzer hat. „Das sind nur so ein paar der Dinge, die ich heute mache“, erklärt er,
während er den Werkzeugkoffer richtet und die Ersatzteile bereitlegt. „Das liebe ich an meinem Job: Es ist wirklich nie langweilig“,
strahlt er schon deutlich munterer. „Ich stehe zwar nicht so wahnsinnig gerne früh auf, aber ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit.“

ER KENNT SIE ALLE…
In der Plattenanlage, ein paar Meter von der Werkstatt der Betriebstechniker entfernt, wird er freudig begrüßt. Die Kollegen hier wissen:
Wenn er kommt, läuft’s bald wieder. Geschickt tauscht er den Drehstromstecker für den Verteiler-Rüttler aus, nach knapp zehn Minuten ist die Sache
erledigt. „Die Anlage hier stammt aus dem Jahr 1994, da kann schon mal was kaputtgehen, das ist ja normal“, sagt er.
„Aber sie ist eigentlich gut in Schuss.“ Über die Maschinen und Anlagen, die der Azubi im zweiten Lehrjahr betreut,
spricht er wie über gute, alte Bekannte. Er kennt sie alle: Ob Siebmaschine, Tiefgreifer, Schuten oder Förderanlage.
Und jede hat ihre Persönlichkeit… „Das hier ist schon spannender“, sagt Robin, öffnet den Schaltschrank und präsentiert eine beeindruckende Ansammlung von Kabeln, Schaltern und Sicherungen „Sowas bauen wir hier natürlich selber“,
fügt er nicht ohne Stolz hinzu und zieht die dazugehörigen Schaltpläne aus dem Schrank. Was für den Laien aussieht wie ein zu gradlinig geratenes Schnittmuster der Modezeitschrift, ist für den Azubi eine – wortwörtlich – spannende Sache. „Wenn man hier auf Fehlersuche geht,
weil irgendwas klemmt, das macht schon Spaß.“ Schnitzeljagd im Schaltkasten sozusagen…
„Ja, manchmal gehört ein bisschen Detektivarbeit schon dazu“, erklärt er. „Aber das ist ja das Tolle: Wenn man den Fehler gefunden und behoben hat und alles wieder wie geschmiert läuft – das ist echt klasse, da gehe ich auch mit einem richtig guten Gefühl wieder heim.“
Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit.

WIE EINE GROSSE FAMILIE
Zwischenzeitlich ist auch Klaus Lehmann in die Werkstatt gekommen. Der Abteilungsleiter Elektro bei Uhl will mit Robin noch ein paar Dinge durchsprechen und mal nachhören, wie es so läuft. „Klar, Robin ist ein richtig guter Lehrling und arbeitet auch sehr selbstständig, aber natürlich braucht er schon mal Hilfestellung“, erklärt Lehmann.
Dabei stehen ihm nicht nur der Abteilungsleiter, sondern auch die beiden Elektro-Techniker Eric Müller – er hat auch den Ausbilderschein –
und Markus Mühl zur Seite.
„Wir sind ein super Team“, freut sich der Lehrling: „Irgendwie ist das hier wie in einer Familie.“
Mit Robin als Küken gewissermaßen. Aber das soll sich ändern: In diesem Jahr wird für den Bereich Elektro ein neuer Lehrling eingestellt.
Dabei wird genau darauf geachtet, ob die Chemie stimmt. „Das ist für uns bei Uhl sehr wichtig“, betont Klaus Lehmann.
„Wir sind ein Familienunternehmen und gucken einfach drauf, dass die Leute nicht nur fachlich gut sind,
sondern dass es auch zwischenmenschlich rund läuft.“

PLÄNE UND PLANSPIELE
Derweil hat Robin Kusterer schon wieder die To-do-Liste in der Hand. Eigentlich wären heute die neuen Schaltkästen für die Betonmisch-Anlagen in Schutterwald drangewesen. Aber jetzt wartet erstmal die Siebmaschine im Werk Niederschopfheim. „Der Antriebsmotor löst immer mal wieder aus“, erklärt Klaus Lehmann das Problem.

Wir brauchen Ersatz, soviel steht fest“, ergänzt Robin. Allerdings gar nicht so einfach, wenn es kein Typenschild mehr gibt und man demzufolge auch nicht weiß, um welche Baugröße und damit welche Motorleistung es sich bei dem guten Stück eigentlich handelt.

MISTER 20 000 VOLT
Klaus Lehman fährt gleich mit nach Niederschopfheim. Auch er will sich die besagte Anlage mal genauer anschauen.
Und natürlich Robin ein bisschen über die Schulter gucken. „Ach, das hier“, Klaus Lehmann deutet fast beiläufig auf das Trafohäuschen hinter dem Eingang: „Damit haben wir von der Elektro-Abteilung natürlich auch zu tun: 20 000 Volt kommen hier vom Energieversorger an.
Deshalb lassen wir natürlich besondere Vorsicht walten“, grinst der Abteilungsleiter. Die Trafo-Anlage ist entsprechend gut gesichert,
Robin und sein Chef werfen trotz dem einen Blick hinein. 20 000 Volt – das ist natürlich eine Hausnummer. Robin lächelt nur:
„Respekt hat man schon. Angst nicht. Das wäre hier fehl am Platz.“ Spricht’s und wendet sich der Umspannanlage zu. Kurzer Check, alles in
Ordnung, weiter geht’s.

DER DAME AUF DIE SPRÜNGE HELFEN

Die Siebmaschine – Baujahr 1978 – ist die nächste Patientin. Normalerweise fördert sie 30 Tonnen Kies in der Stunde.
Aber sie will nicht mehr. Oder nur noch sporadisch. „Wir könnten jetzt darüber philosophieren, warum“, sagt Klaus Lehmann.
„Bringt aber nichts. Fakt ist: Der Motor hat was weg und es muss schnell ein neuer her.“ Robin wirft die Maschine kurz an,
die Schnecke setzt sich leise stöhnend in Bewegung und Robin misst mittels Tacho die Drehzahlen, um die Baugröße zu ermitteln.
„Wir brauchen einen 5-kW-Motor“ erklärt er knapp und schaltet die Maschine wieder aus.
„Wenn unser Lieferant den auf Lager hat, hole ich das Teil schnell ab und baue es auch gleich ein.“ Denn die Arbeit muss weitergehen.
Und dann warten ja noch die Schaltschränke…
„Richtig spannend ist es besonders im Frühjahr“, betonen Klaus Lehmann und Robin Kusterer.
„Nach der Winterpause stehen bei unseren vielen Anlagen die Revisionen an.“ Sprich: Es wird nachgeschaut, ob alle Maschinen in
den Uhl’schen Werken auch voll einsatzfähig sind. Dabei sind diagnostische Fähigkeiten gefragt. „Im Grunde genommen wie beim Arzt“,
erklärt Robin. „Das Teil läuft nicht“, hört er ab und an. Dann liegt es an ihm und den Kollegen herauszufinden, was denn genau los ist.
Je nach Ausgangslage eine knifflige Sache. Getreu dem Motto: erst die Diagnose, dann die Therapie…